[Hof­ge­schich­ten] Der alte Dach­bo­den

Das wun­der­ba­re an alten Häu­sern ist – neben dem Fakt, dass sie ein­fach wun­der­bar alt sind … sie haben einen gro­ßen geheim­nis­vol­len alte Dach­bo­den auf dem sich so eini­ges ent­de­cken lässt. So natür­li­ch auch das alte Bau­ern­haus mei­ner Groß­el­tern.
Schon als Kind habe ich mich dort sehr ger­ne her­um­ge­trie­ben. Damals erschien alles noch grö­ßer und auf­re­gen­der. Es war immer dun­kel und sti­ckig dort oben direkt unter dem Dach. Das alte Holz knarr­te und gele­gent­li­ch raschel­te etwas in der hin­ters­ten Ecke. Auf dem Weg durch die ver­schie­de­nen Räu­me welch­sel­ten sich Neu­gier und Angst im Sekun­den­takt ab und doch gewann immer wie­der das Inter­es­se an dem, was sich dort wohl ver­ste­cken könn­te.
Inzwi­schen ken­ne ich den alten Dach­bo­den ziem­li­ch gut und male mir in Gedan­ken auch nicht mehr aus, dass hin­ter der nächs­ten Tür viel­leicht ein böser Schur­ke war­tet, oder zumin­dest ein klei­nes Mons­ter. Aber trotz­dem ist es ein selt­sa­mes Gefühl auf den alten, knar­ren­den Die­len durch ver­staub­te, längst nicht mehr genutz­te Räu­me zu wan­dern und sich zu erin­nern.
Ein­mal zu Grund­schul­zei­ten war ich mit einer Freun­din zusam­men auf dem Hof unter­wegs und als wir sahen, dass die Tür zum Dach­bo­den offen­stand, husch­ten wir schnell hin­ein und bega­ben uns auf Ent­de­ckungs­rei­se. Mein nichts­ah­nen­der Opa, der sich nur etwas Werk­zeug geholt hat­te, schloss die Tür wie­der ab. Nach eini­ger Zeit woll­ten wir dann wie­der hin­aus in den Hof, aller­dings war die Tür zu. Aber noch wäh­rend wir wil­de Flucht­plä­ne über irgend­wel­che klei­nen Fens­ter aus­klü­gel­ten, wur­de bemerkt, dass es drau­ßen doch ver­däch­tig still war. 😀
Neben dem Werk­zeug von mei­nem Opa, gibt es auf dem alte Dach­bo­den auch eine alte Räu­cher­kam­mer. Frü­her wur­den auf dem Hof noch regel­mä­ßig Schwei­ne geschlach­tet und so konn­te das eige­ne Flei­sch direkt im Haus geräu­chert wer­den.

Wecken Dach­bö­den bei euch auch die Neu­gier oder fin­det ihr sie eher gru­se­lig?

 

6 Kommentare

  1. Tol­le Atmo­sphä­re in den Fotos! Der Dach­bo­den bei mei­nen Groß­el­tern war auch was Beson­de­res für mich als Kind – da gab’s nen Tau­ben­schlag und ich hab immer ger­ne aus den Dach­fens­tern geschaut… auch der Geruch war irgend­wie spe­zi­ell. Auf jeden Fall eine schö­ne Erin­ne­rung.

    Lie­be Grü­ße
    Tina

  2. Guten Mor­gen Bian­ka!

    Vie­len lie­ben Dank für dei­nen Kom­men­tar bei mir – ach, sei nicht trau­rig wegen der schö­nen Son­ne, die lässt sich bei dir schon auch noch bli­cken. 🙂
    Dafür hast du die­se fabel­haf­ten Dach­bo­den dei­ner Groß­el­tern – wow, habe den Post ver­schlun­gen und beim Anbli­ck der Bil­der gleich 1000 Foto­mög­lich­kei­ten im Kopf gehabt. 😀 Ich bin ehr­li­ch höchst nei­di­sch.

    Ganz lie­be Grü­ße

    Caro­li­na
    Foxes&Fairies

    • sehr ger­ne, das war ein wun­der­vol­ler Post <3
      ich hof­fe es sehr, viel­leicht wird es die­se Woche was 😀
      vie­len Dank für dei­ne lie­ben Worte 🙂
      liebste Grü­ße

  3. Hal­lo Bian­ka,
    sehr schö­ne Impres­sio­nen – ich mag sol­che Dach­bö­den wo es etwas zu ent­de­cken gibt.
    Ich bin in einem neu­en Haus auf­ge­wach­sen, da war nicht viel auf dem Dach­bo­den zu fin­den *g*
    gro­ße Ent­de­ckun­gen waren da schon gar nicht zu machen, lei­der *seufz* – heu­te könn­te man bei mir schon eher inter­es­san­te Sachen auf­tun 😉
    Lie­ben Gruß und Dir eine schö­ne neue Woche
    Björn 🙂

    • das mit dem neu­en Haus ken­ne ich auch, aber dafür gibt’s ja die Groß­el­tern 😀
      und wer die Augen offen hält kann über­all was span­nen­des ent­de­cken
      ganz lie­be Grü­ße und dir auch eine schö­ne Woche

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